Fliesenlegen | Zennkon erklärt

Fliesenlegen - wir klären auf!

von ZennKon für Sie

Fliesenlegen: aller Anfang beginnt gleich...

Grundregeln Fliesenverlegung für Heimwerker

  1. Fliesen verlegen: Menge großzügig kalkulieren
  2. Fliesen: Material und Zubehör einkaufen
  3. Untergrund vorbehandeln
  4. Großes Werkzeug besser ausleihen

Genaues Arbeiten ist beim Fliesenlegen ein Muss – und das beginnt schon bei der Planung. Wir verraten Ihnen 7 wichtige Regeln, die Sie unbedingt kennen sollten, wenn Sie den Verlegeplan für Ihr Badezimmer oder die Küche erstellen. Das Ergebnis ist ein harmonischer und rundum schöner Fliesenspiegel. Eine gewisse Fingerfertigkeit gehört zum Fliesen verlegen dazu. Wirklich schwierig ist es aber auch für Laien nicht. Fliesen sind in Abriebklassen eingeteilt, wobei fürs Bad nur die Klassen 1 bis 4 von Bedeutung sind:

  • In die Abriebklasse 1 fallen ausschließlich Wandfliesen.
  • Die Klasse 2 umfasst Wand- und Bodenfliesen für leichte Beanspruchung,
  • die Klasse 3 beinhaltet Bodenfliesen für mittlere Beanspruchung und
  • die Klasse 4 umschließt Bodenfliesen für stärkere Nutzung.

Da man im Bad nicht ständig umherläuft, reichen eigentlich Fliesen der Abriebklasse 2 aus. Letztlich ist es aber eine persönliche Entscheidung, welchen Qualitätsstandard man für nötig hält. Ratsam ist an der Wand immer eine Abriebklasse von 1 oder höher. Am Boden nichts unter Abriebklasse 2 verwenden.

Menge großzügig kalkulieren

Neben der Fliesenqualität, die auf den Verpackungen angegeben ist, müssen Sie natürlich auch auf die Menge der Fliesen achten, die Sie einkaufen. Sobald Sie sich für eine bestimmte Fliesenart entschieden haben, können Sie berechnen, wie viele Fliesen Sie brauchen. Kalkulieren Sie die Fliesenmenge nicht zu knapp. Durch Verluste bei Verschnitt oder Bruch benötigen Sie immer eine größere Menge als die rein zu verfliesende Fläche. Faustformel hierzu Gesamtmenge + 15 – 20%.

Logisch, werden Sie denken, aber hier sollte man vor allem bei Aktionsware, die einmalig im Handel ausliegt, die Fliesenmenge nicht zu knapp bemessen. Weitere Fliesen nachkaufen – auch bei Bruch nach Jahren – geht schließlich nicht mehr!

Denn beim Fliesen verlegen gehen immer einige Fliesen zu Bruch, und auch später ist man froh, eine gerissene Fliese problemlos austauschen zu können. Da man nicht jede Fliese nachkaufen kann, ist eine Reserve also sinnvoll.

Ein Bad zu fliesen ist eine beachtliche Aufgabe, aber keinesfalls so schwer, wie es klingt…. lesen Sie selbst…..

“Fliesenlegen ist Kunst und Erstaunen – Handwerk in Vollendung

Grundwissen Fliesen(ver)legen:

Das Fliesenlegen ist kein Hexenwerk: Unser Wissen bietet die wichtigsten Tipps.

Wollen Sie das Bad neu fliesen, ist es sinnvoll, den Materialbedarf genau zu berechnen: wie viel Kleber, Fugenmasse & Fliesen brauchen Sie?

Danach die Fliesen: Material und Zubehör einkaufen. Zum Einkauf gehören auch Kleber und Mörtel. Hier greifen Sie am besten zu Fertigmischungen, die nur noch nach Herstellerangaben mit Wasser angerührt werden müssen. Wir helfen Ihnen gerne

Auf der sicheren Seite liegen Sie, wenn Sie flexiblen Fliesenkleber und flexiblen Fugenmörtel verwenden. Möchten Sie die Fliesen auf Trockenestrich verlegen, sind Produkte mit flexiblen Kunststoff-Mischungen unerlässlich. Der jeweilige Verbrauch des Klebers und Mörtels ist auf den Verpackungen angegeben; hier brauchen Sie also nur die Quadratmeterzahl der zu fliesenden Fläche mit den Verbrauchsangaben des Herstellers abzugleichen. Aber auch hier gilt: kaufen sie etwa 10% mehr.

Untergrund vorbehandeln

Als nächstes gilt es, Grundierung zu besorgen. Gipsplatten oder Putz sollten vorm Fliesenlegen grundiert werden, damit die im Kleber enthaltene Feuchtigkeit nicht aufgesogen wird und die Fliesen besser haften. Schließlich benötigt man Materialien zum Abdichten. Ganz wichtig im Spritzwasserbereich, also rund um die Dusche und Badewanne sollten die Wände mit einem Abdichtanstrich behandelt werden. Darüber hinaus sollten Sie die Rohrausgänge, über denen sich später die Armaturen befinden, mit speziellen Abdichtmanschetten versehen. Die Hersteller bieten meist aufeinander abgestimmte Produkte in einer Packungseinheit an, zum Beispiel als Duschabdicht-Set bezeichnet. Auch diese erhalten Sie bei uns.

Zur Abdichtung gehört außerdem geeignetes Silikon. Sie können sowohl sauer als auch neutral vernetzende Silikone verwenden, wobei sauer vernetzende auf Fliesen noch etwas besser haften. An Acrylwannen sowie bei Kontakt mit Putz und Mörtel sollten jedoch nur neutral vernetzende Silikone eingesetzt werden. Zu guter Letzt müssen alle Bauteilfugen (zwischen Boden und Wänden) und alle Anschlüsse zu Waschtischen und Badewanne abgedichtet werden.

Werkzeug? Was brauche ich zum Fliesenlegen

Großes Werkzeug besser ausleihen, gerne auch bei uns….

Bevor Sie loslegen, sollten Sie Ihren Werkzeugbestand durchforsten und evtl. fehlendes Werkzeug besorgen. Sie benötigen einen Zahnspachtel, einen Gummischieber sowie ein Schwammbrett. Wichtig sind auch eine Fliesenbrechzange, ein kleiner Spitzhammer sowie eine Fliesenschneidemaschine. Letztere kann man in manchen Baumärkten ausleihen. Um Löcher in den Fliesen herstellen zu können, braucht man außerdem eine Bohrmaschine oder eine Fliesenlochzange.

Nun geht’s los: Mörtel angemischt und ab auf die Knie! Ist der Kleber unter den Bodenfliesen ausgehärtet, geht es an das Verfugen von Wänden und Boden. Zu guter Letzt sind je nach Gegebenheit noch Fliesenprofile erforderlich. Da diese direkt während des Fliesenlegens und nicht erst später verarbeitet werden, sollte man sie also vor Beginn der Arbeiten gekauft haben.

Also Anfangen

Bevor Sie mit dem Verlegen der Bodenfliesen beginnen, sorgen Sie für einen sauberen und ebenen Untergrund. Haben Sie den Boden entsprechend vorbereitet, rühren Sie den Fliesenkleber an und tragen ihn Schritt für Schritt auf dem Untergrund auf. Anschließend verlegen Sie die Fliesen in der gewünschten Verlegetechnik. Sie wählen dabei zwischen der Parallelverlegung und der Diagonalverlegung. Randstücke und schwierige Stücke schneiden Sie passgenau mit dem Fliesenschneider zu. Sobald die Fliesen verlegt sind und fest am Boden sitzen, verfugen Sie die Fläche und setzen die Sockelfliesen, die Sie dann später wiederum verfugen und abdichten.

Auf Trittsicherheit in feuchten Räumen achten

Fliesenböden sind attraktiv, belastbar und pflegeleicht. Bodenfliesen eignen sich für Wohnzimmer, Küche oder Bad ebenso gut wie für Keller, Garage oder die Terrasse. Nehmen Sie sich zunächst ausreichend Zeit, um die passende Fliesenart auszuwählen. Bei der Auswahl der Fliese zählt neben der Optik vor allem auch die geplante Verwendung, insbesondere die zu erwartende Beanspruchung und die nötige Trittsicherheit.

Abriebklassen bei Bodenfliesen

Hinsichtlich ihrer Strapazierfähigkeit werden glasierte Fliesen in fünf Abriebklassen eingeteilt. Bei geringer Belastung wie im Bad greifen Sie mindestens zu Fliesen der Abriebklasse 3. In Räumen wie dem Wohn-, Schlaf- oder Esszimmer sowie der Küche, Diele und Terrasse eignen sich Fliesen der Abriebklassen 3 und 4. In Bereichen extremer Belastung wie der Garage verlegen Sie wiederum Fliesen mit der Abriebklasse 5. Außerdem greifen Sie im Außenbereich zu frostsicheren Feinsteinzeugfliesen.

Bedarf ermitteln

Bei der Ermittlung des Materialbedarfs geben Sie zur errechneten Gesamtfläche noch 10 % für Verschnitt und Bruch hinzu. Ein Paket Fliesen bewahren Sie als Reserve für spätere Reparaturen auf. Außerdem benötigen Sie einen zum Untergrund passenden Fliesenkleber. Für arbeitende und andere kritische Untergründe oder bei einer Fußbodenheizung wählen Sie kunststoffvergüteten Flexkleber. Auch die Grundierung sowie der Fugenmörtel sollten zum verwendeten Kleber passen und am besten vom gleichen Hersteller stammen. Beachten Sie außerdem grundsätzlich bei allen Materialien die Anwendungshinweise des Herstellers.

In Bildern gesprochen:

Auf einen Blick

  • Fläche gründlich reinigen
  • Untergrund mit Ausgleichsmasse glätten
  • Boden grundieren oder mit Haftgrund bearbeiten
  • Ggf. Abdichtungsanstrich durchführen

Auf Los gehts los:

Reinigen Sie zunächst die gesamte Fläche sorgfältig von Fett, Schmutz und Belagresten sowie losem Material. Der Untergrund muss unbedingt saubertrockenstaubfreitragfähig und eben sein. Je größer die Fliesen sind, desto weniger Unebenheiten sollte der Boden aufweisen. Glätten Sie daher alle Unebenheiten mit einer selbstverlaufenden Bodenausgleichsmasse und beachten Sie die angegebene maximale Schichtdicke.

Rühren Sie die Nivellier- und Spachtelmasse in einem Mörtelkübel gemäß Herstellerangaben in sauberes Wasser ein. Verwenden Sie für das Anmischen eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz oder, wenn Sie haben, einen Quirl in niedriger Drehzahl. Gießen Sie die Masse dann auf den unebenen Stellen aus und verteilen Sie diese mit einem Gummiwischer auf der Fläche. Richtig angerührt und aufgetragen erhalten Sie dank der fließfähigen Konsistenz von ganz allein eine ebene Oberfläche.

Nach der angegebenen Trocknungszeit, die je nach Produkt Stunden bis Tage beträgt, grundieren Sie saugende Untergründe wie Zementestriche noch mit Tiefengrund. Auf nicht saugfähigen Untergründen wie Beton oder auf sehr glatten Flächen verwenden Sie für bessere Haftung einen Haftgrund. In Nassräumen wie dem Badezimmer bearbeiten Sie den Boden zusätzlich mit einem Abdichtungsanstrich.

Fliesen-Verlegetechnik: Parallelverlegung

Auf einen Blick

  • Raummitte ermitteln und Mittellinien markieren
  • Erste Fliesenreihen probehalber auslegen
  • Kleber ausbringen und erste Reihe verfliesen
  • Folgereihen in umgekehrter L-Form verlegen

Auf Los gehts los:

Erstellen Sie für den Raum einen Verlegeplan, in dem die einzelnen Fliesen eingezeichnet werden.

Um ein symmetrisches Fliesenbild zu erhalten, wird als erstes die Mitte der Wand oder des Bodens ermittelt. Beginnen Sie von der Mitte aus mit dem Verfliesen. Die sich ergebenden Randfliesen sollten nicht kleiner als eine halbe Fliese sein – ansonsten entstehen kleine Teilfliesen am Rand, die “angestückelt” wirken und sofort ins Auge fallen. Sie stören das Gesamtbild.

Die verbreitetsten Verlegetechniken sind die Parallelverlegung und die Diagonalverlegung. Das parallele Verlegemuster ist für Einsteiger am besten geeignet. Dabei arbeiten Sie symmetrisch von innen nach außen, weil zugeschnittene Fliesen an den Rändern weniger auffallen.

Zunächst ermitteln Sie die Raummitte. Messen Sie dazu bei rechtwinkligen Räumen die Mitte der Seitenwände aus und markieren Sie die Mittellinien mithilfe von einem Laser oder mit einem Stift direkt am Boden. Legen Sie die ersten beiden Fliesenreihen vor dem Auftragen des Fliesenklebers zunächst probeweise lose aus. Wenn alles passt, markieren Sie den Startpunkt. Anschließend sammeln Sie die Fliesen wieder ein und beginnen mit dem Verkleben.

Verlegen Sie die erste Fliesenreihe entlang der längeren der beiden Linien. Beginnen Sie dazu mit der Arbeit am Mittelpunkt der Linie und richten Sie die Fliesen entweder genau mit der Fliesenmitte oder mit dem Fliesenrand an dieser Linie aus. Setzen Sie danach das Verlegen entlang der Wand an der Stirnseite in umgekehrter L-Form fort.

Die wichtigste Regel: Symmetrie und Geradlinigkeit. Dies ist die goldene Regel: Symmetrie und Geradlinigkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen optisch ansprechenden Fliesenspiegel. Gute Fliesenleger sind immer auch Perfektionisten.

Wenn Sie Fliesen rechtwinklig verlegen, sollten Sie sie daher exakt im 90-Grad-Winkel ausrichten. Wenn Sie diagonal verlegen, ermitteln Sie die Längs- und Querachse des Raumes und verlegen die Fliesen im 45-Grad-Winkel.

Tipp: Falls die Wände mit Wandfliesen gleicher Größe gefliest sind, richten Sie den Fugenverlauf am besten nach den Wandfugen aus. Achten Sie auch bei angrenzenden Räumen auf einen durchgehenden Fugenverlauf – gegebenenfalls mit Boden- und Wandfliesen.

Fliesenkleber auftragen

Fliesenkleber auftragen

Auf einen Blick | Fliesenlegen lernen

  • Fliesenkleber anrühren und Reifezeit abwarten
  • Kleber gleichmäßig auf Untergrund auftragen
  • Klebebett mit Zahnspachtel durchkämmen

Nach kurzer Reifezeit tragen Sie mit einer Kelle oder Traufel eine 5 bis 10 mm dicke Kleberschicht gleichmäßig auf den Boden auf. Kämmen Sie dann den Kleber mit einem Zahnspachtel so durch, dass ein gleichmäßiger Kleberauftrag entsteht. Die benötigte Zahnung des Zahnspachtels hängt von der Fliesengröße ab: Bis 100 mm Kantenlänge wählen Sie 6 mm. Von 100 bis 200 mm nehmen Sie 8 mm und von 200 bis 300 mm eine 10 mm Zahnung. Ab 300 mm ist die 12 mm Zahnung zu empfehlen.

Arbeiten Sie in kleineren Abschnitten und bringen Sie pro Durchgang nur so viel Kleber auf, wie Sie verarbeiten können, bis der Kleber anzieht (Richtwert 1 bis 1,5 m²). Fliesenlegen hat auch immer etwas mit Geduld und Präzision zu tun.

Hinweis: Bringen Sie in Außenbereichen (bei Fliesen aus Grobkeramik, Naturstein sowie bei Spaltplatten mit stark profilierter Rückseite) am besten zusätzlich auch auf der Fliesenrückseite Fliesenkleber auf und kämmen Sie diesen anschließend durch.

Bodenfliesen verkleben
Fliesenlegen

Auf einen Blick | Fliesenlegen lernen

  • Fliese in Kleber drücken und leicht anklopfen
  • Bedeckung der Fliesen gelegentlich prüfen
  • Lage des Fliesenmusters fortlaufend prüfen
  • Fugenbreite einhalten und Fliesenkreuze nutzen
  • Dehnungsfugen und Fliesenschienen einbringen

So geht das

Drücken Sie die Bodenfliesen mit einer leichten Drehbewegung ins Kleberbett ein und klopfen Sie die Fliese mit einem Gummihammer leicht an, aber ohne sie bis auf den Boden herunterzudrücken. Verarbeiten Sie immer im Wechsel Fliesen aus unterschiedlichen Paketen, denn zwischen den Gebinden können minimale Farbunterschiede auftreten.

Überprüfen Sie zwischendurch stichprobenartig durch Abheben, ob sich auch ausreichend Kleber auf der Rückseite befindet: Es ist mindestens eine 80-%-Bedeckung erforderlich, bei Natursteinfliesen sogar 100 %. Falls Sie auch auf der Fliesenrückseite Kleber auftragen, sollten die Kleberfurchen quer zu denen auf dem Boden verlaufen.

Prüfen Sie immer wieder auch die korrekte Lage der Fliesen – solange der Kleber noch nicht angezogen hat sind noch Korrekturen möglich. Halten Sie unbedingt eine ausreichende Fugenbreite zwischen den Fliesen von mindestens 2 mm ein und beachten Sie diesbezüglich die Herstellerangaben. Die Fugen sind notwendig, um Bewegungen und Spannungen auszugleichen. Stecken Sie dazu Fliesenkreuze passender Größe zwischen die Fliesen.

Hinweis: Nur wenn die Fliesenkreuze auf gleicher Höhe wie die Fliesen sind, entfernen Sie sie vor dem Verfugen wieder. Haben sie jedoch eine deutlich geringere Höhe als Ihre Bodenfliesen, können Sie sie auch einfach überspachteln.

Lassen Sie auch zu den Wänden Dehnungsfugen frei, ebenso bei vorhandenen Dehnungsfugen im Estrich und an Übergängen zu anderen Räumen und Belägen. Fliesenschienen sorgen als Eck- beziehungsweise Abschlussprofile bei Bedarf für saubere Abschlusskanten und sind außerdem ein interessantes Gestaltungsmittel.

Randfliesen zuschneiden

Fliesenschneider

Auf einen Blick | Fliesenlegen lernen

  • Gerade Kanten mit Fliesenschneider herstellen
  • Öffnungen mit Fliesenlochzange aussparen
  • Löcher mit Lochfräsenaufsatz bohren

So geht das

An den Rändern schneiden Sie die Fliesen gegebenenfalls passend zu. Bei der Diagonalverlegung fällt dabei mehr Verschnitt an als bei der parallelen Verlegung.

Für das Zuschneiden von Randfliesen benötigen Sie spezielles Werkzeug. Saubere und gerade Kanten erzielen Sie mit einem Fliesenschneider. Mit diesem Werkzeug ritzen Sie die Fliese auf der Glasurseite an und brechen sie dann über die Bruchkante. Runde Aussparungen etwa bei Rohrdurchbrüchen erreichen Sie mit einer Fliesenlochzange (Papageienschnabel), mit der Sie die Öffnung Stück für Stück herausschneiden. Sie können dafür aber auch eine Bohrmaschine mit Lochfräsenaufsatz nutzen.

Bodenfliesen verfugen

fliesen-verfugen

Auf einen Blick | Fliesenlegen lernen

  • Überschüssigen Kleber aus Fugen entfernen
  • Passenden Fugenmörtel anmischen
  • Mörtel in Fugen gießen und verteilen
  • Überschüssigen Mörtel gründlich abziehen

So geht das

Die Fugen zwischen den Fliesen füllen Sie mit einem zum Kleber passenden Fugenmörtel aus. Wenn Sie Flexkleber nutzen, verwenden Sie einen flexiblen Fugenmörtel (Flexfuge). Entfernen Sie aber vor dem Verfugen zunächst überschüssigen Fliesenkleber aus den Fugen. Kratzen Sie dazu Fliesen-, Eck- und Anschlussfugen mit einem Holzkeil sauber, bevor der Kleber ausgehärtet ist.

Beginnen Sie dann mit dem eigentlichen Verfugen erst nach dem Aushärten des Fliesenklebers. Planen Sie mindestens 24 Stunden Trocknungszeit ein und beachten Sie die Herstellerangaben. Mischen Sie den Fugenmörtel mit Wasser im angegebenen Mischungsverhältnis zu einem sämigen Brei an. Gießen Sie dann den Mörtel abschnittsweise auf den Boden und verteilen Sie ihn mit einem Fugengummi gleichmäßig diagonal zum Fugenverlauf auf den Fliesen. Überschüssigen Mörtel ziehen Sie sorgfältig mit dem Gummiwischer oder einem Fliesenwaschbrett ab. Wichtig ist, dass die Oberfläche der Fuge nicht “anbrennt” – behalten Sie die Trocknung des Fugenmörtels genau im Auge. Er sollte eine feste Struktur haben, aber nicht zu trocken werden.

Hinweis: Schützen Sie sich bei der Verarbeitung des Fugenmörtels unbedingt durch Gummihandschuhe.

Fliesenboden nach dem Verlegen reinigen

Fliesen sauber waschen

Auf einen Blick | Fliesenlegen lernen

  • Fugenmörtel matt antrocknen lassen (Herstellerangaben)
  • Fläche mit feuchtem Schwamm reinigen
  • Nach zwei Wochen Zementschleier entfernen

So geht das

Warten Sie mit dem Reinigen der Fliesen, bis der Fugenmörtel matt angetrocknet ist. Beachten Sie dazu die Angaben des Herstellers. Für die erste Oberflächenreinigung der Fliesen von verbleibenden Mörtelresten verwenden Sie einen feuchten Schwamm. Benutzen Sie dabei nicht zu viel Wasser, damit die Fugen nicht ausgewaschen werden.

Polieren Sie anschließend mit einem sauberen, trockenen Lappen nach. Einen verbleibenden leichten Zementschleier beseitigen Sie frühestens nach zwei Wochen mit Zementschleier-Entferner.

Wandfugen abdichten mit Silikon

Silikon spritzen

Auf einen Blick | Fliesenlegen lernen

  • Fugenränder mit Malerkrepp abkleben
  • Ggf. mit Grundierung vorbehandeln
  • Silikon mit Kartuschen in die Fugen drücken

So geht das

Die Fugen zwischen Bodenfliesen und Wänden oder Sockelfliesen werden nicht mit Fugenmörtel verfugt, sondern mit einer dauerelastischen Dichtmasse abgedichtet – in der Regel mit Silikon. Bei Marmor- oder Natursteinfliesen verwenden Sie passendes Natursteinsilikon.

Kleben Sie zunächst die Fugenränder an Boden und Wand beidseitig mit Malerkrepp ab und entfernen Sie Kleberreste aus den Fugen. Poröse, sehr saugfähige Untergründe sollten Sie mit einer Grundierung vorbehandeln. Füllen Sie dann das Silikon mit einer Kartusche gleichmäßig in die Fugen.

Nach einigen Minuten entfernen Sie entsprechend den Herstellerangaben überschüssige Dichtungsmasse mit einem Fugenglätter und streichen die Silikonfuge glatt. Benetzen Sie den Glätter mit etwas Spülwasser, das erleichtert die Handhabung. Ziehen Sie zum Schluss das Klebeband seitlich und schräg nach hinten von der Fuge weg ab.

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben Ihren Fliesenbelag selbst verlegt und das mit Fachmannskraft.

So wird man zum Fliesenleger und lernt das Fliesenlegen !!

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